Schädling gefährdet Buchsbäume

18.05.2012 01:03

Schädling gefährdet Buchsbäume

 

Buchsbaumzünsler auf dem Vormarsch. Unaufhaltsam fessen sich die nimmersatten Raupen duch unsere Buchsbaumpflanzen. In Nordthein-westfalen kann man bereits von einer Epedemie sprechen, die sich zu einer ernsten Bedrohung für unseren heimischen Buxus entwickelt hat.


In diesem Frühjahr standen viele Gartenbesitzer wie auch wir fassungslos vor ihren Buchsbäumen und dachten, die Buchsbäume hätten den Winter mit seiner späten Kälteperiode nicht überstanden. Es sah aus, als wären die Pflanzen erfroren oder von einer unbekannten Krankheit befallen. Braune Blätter oder gar keine mehr liessen auf eine erste Gefahr schliessen. Und dafür haben sich Hobbygärtner und Buchsbaumfreunde so viel Mühe gemacht, die Buxus-Pflanzen in die gewünschte Form zu bringen. Besonders ärgerlich ist dies, wenn die Buchsbäume schon älter sind.


Wer dann näher hinschaute, sah - gut getarnt - viele bis zu 5 cm große schwarz-grün-gelb gestreifte Raupen mit schwarzen Punkten und schwarzem Kopf und Gespinste wie kleine Spinngewebe. In diesem Jahr, genauer gesagt bereits im letzten Jahr, hat eine besondere, bei uns nicht ursprünglich beheimatete Schmetterlingsart mit ihren gefrässigen Raupen die Buchsbäume befallen. Es handelt sich um den Ostasien  'importierten' Buchsbaumzünsler. Dessen Raupe hat sich auf Buxus spezialisiert und geht nur dann an andere Pflanzen, wenn kein Buchsbaum als Nahrung für die Larven in der Nähe ist. Die Raupe ist seit 2007 bei uns bekannt. Die Verbreitung erfolgte von der Schweiz den Rhein entlang. Besonders betroffen von diesem Schädlingsbefall ist NRW.
Bbuchsbaumzuensler.jpg
Der Buchsbaumzünsler (glyphodes perspectalis) lebt nur ca. 10 Tage - aber in der Zeit legt er Eier in Massen. Als bevorzugte Brutstätte wählt er zum Leidwesen aller Gärtner unseren Buxus, der in Deutschland eine lange Tradition hat und es ist schade um die vielen in Figuren geschnittenen Kunstwerke, wenn diese verloren gehen.

Das gemeine ist, daß sich die Larven in schwer zugänglichen zusammengeklebten Blattnestern befinden, die auch noch durch ein Gespinst geschützt sind. Auch Spritzen hilft da nicht viel. Außerdem frißt sich der Zünsler von Innen nach AUßen - Befall ist erst spät zu sehen und dann ist es oft bereits zu spät. Die nimmersatten Raupen fressen die Blätter und machen auch vor den Stielen nicht halt.

Es hilft also nur, bereits sehr früh im Jahr damit anzufangen, die Buchsbäume auf Befall zu untersuchen. Und zwar bis in das dichte Innere hinein. Wenn die gefräßigen Raupen, die durch ihre Fresssucht zur Plage geworden sind, zu sehen sind am besten regelmäßig absammeln und zusätzlich Spritzen. Trotzdem ist es oft ein vergeblicher Versuch. Unser Klima gefällt dieser Raupenart so gut, daß sie mehrere Generationen im Jahr schafft. Sie häutet sich mehr als 5 Mal bevor sie sich verpuppt und zum Schmetterling wird, der sein zerstörerisches Werk fortsetzt.

Wenn Ihre Buxuspflanzen befallen sind, fragen Sie am Besten in Ihrer Gärtnerei, welche Mittel es auf dem Markt gibt, um die Raupen und Eier abzutöten. Wenn gespritzt wird muß dies in jedem Fall mit hohem Druck geschehen, damit das Mittel das Gespinst durchdringt um an die Brutstätte zu gelangen.

Wenn Ihnen nichts anderes übrig bleibt, als Ihre Pflanzen zu entsorgen - bitte nicht auf den Kompost oder zu den Grünabfällen geben. Auf diese Weise helfen Sie den Schädlingen, ihr Unwesen weiter zu treiben. Werfen Sie die Pflanzen am besten in den Restmüll.

Ich werde Sie an dieser Stelle weiter auf dem Laufenden halten, wenn es neue Erfahrungsberichte gibt, welche Mittel helfen könnten.


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